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Systemisches Coaching

Familien- und
Systemaufstellung


Die Familienaufstellung ist eine Methode aus der Familientherapie oder Systemischen Therapie.

Darunter versteht man eine besondere Visualisierungsmethode aus der systemischen Beratung, mit der man bewusste und unbewusste Beziehungen, Muster und Strukturen sichtbar darstellt.

Wie ist die Familienaufstellung entstanden?
Bert Hellinger hat die Familienaufstellung in den 1980er Jahren in Deutschland entwickelt.

Die Familienaufstellung hat sich buchstäblich über die ganze Welt ausgebreitet und ist in vielen Ländern eine populäre Methode geworden. Durch verschiedene Einflüsse hat sich die Familienaufstellung vor allem methodisch ab dem Jahr 2000 weiterentwickelt.
Der Ursprung der Familienaufstellung kommt aus dem Schamanismus und ist eng damit verbunden.

Was ist das Familiensystem?

Was ist die Grundordnung?

Was ist die Rangordnung?

Was bringt Familienaufstellung?

Wann ist Familienaufstellung sinnvoll?

Welche Form der Aufstellung wird benutzt?

Kannst du eine Aufstellung selbst machen?

Über die Kraft der Ahnen

Beispiele aus der Praxis

Kritik an der Familienaufstellung
 

Familiensystem, Rangordnung und Grundordnung

Die Familie ist das kleinste System in der Gesellschaft. In einem System hängt alles miteinander zusammen und voneinander ab. Die Erde ist ein anschauliches Beispiel dafür. Das Ökosystem ist ein komplexes System mit einzelnen Elementen (Meere, Tiere, Pflanzen und Menschen), das sich kontinuierlich verändert.

Diese systemische Dynamik zeigt sich auch in der Familie.

Die Familie besteht aus einzelnen Angehörigen, die sich gegenseitig beeinflussen.

Sie bilden ein Beziehungsnetz. 
Jede einzelne Reaktion löst eine Reaktion in der Umgebung aus, die dann auf den Auslöser wieder zurückwirkt.

Was ist die Rangordnung der Familie?
Dieser Begriff wurde von Bert Hellinger geprägt und ordnet sich in sein Konzept „Ordnung und Liebe“ ein. Unglück oder Scheitern im Beruf oder in Beziehungen, begründen sich meistens durch Verstöße gegen die wichtigsten Lebensregeln,

die Bert Hellinger „Ordnungen“ nennt.

Grundordnung: das gleiche Recht
Grundordnung: die Rangordnung
Grundordnung: der Ausgleich
Der Grundstein: die Mutter


Grundordnung: das gleiche Recht
Alle, die zu unserer Familie gehören, haben das gleiche Recht dazuzugehören.

Sobald ein Mitglied der Familie diese Zugehörigkeit verweigert oder abgesprochen wird, entsteht eine Unordnung mit weitreichenden Folgen.

Beispiele:
Ein Familienmitglied wird umgebracht. Die Abtreibung eines Kindes (das hat vor allem in der Seele der Mutter weitreichende Folgen). Der Ausschluss eines Familienmitglieds wegen z.B. eines anderen Glaubens, eines anderen Lebenstils ... 

Was sind die Folgen, wenn einem Familienmitglied die Zugehörigkeit verwehrt wird?
Wenn es zum Ausschluss eines Mitglieds kommt, entsteht eine Bewegung in der Familie, um das ausgeschlossene Mitglied wieder zurückzuholen.

Ein anderes Mitglied identifiziert sich unbewusst mit dem Ausgeschlossenen und nimmt seinen Platz ein. Der Ausgeschlossene macht sich durch dieses Mitglied in der Familie bemerkbar. Das Familienmitglied fühlt sich ebenfalls ausgeschlossen, übernimmt das Schicksal des ausgeschlossenen Mitglieds und lebt nicht mehr sein eigenes Leben.

Viele Probleme entstehen durch die Verletzung dieser Ordnung.

Systemische Verstrickungen haben weitreichende Folgen: Ob Gesundheit, Partnerschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Beziehung, Mobbing, Alkoholismus, Depression, physische oder psychische Krankheiten, Scheidung, Kinderbeziehungen, Schulprobleme, Wunscherfüllung, Selbstverwirklichung, Berufung, Elternbeziehung.

Bei einer Familienaufstellung kommt diese Systemverletzung ans Licht und kann korrigiert werden, in dem das ausgeschlossene Familienmitglied „zurückgeholt“ wird. Dieser Ausgleich ist die Voraussetzung für ein gesundes und erfolgreiches Leben. 

In dieser Ordnung bestätigt sich, dass das gleiche Recht der Zugehörigkeit von einer höheren Macht vorgegeben und durchgesetzt wird.

Grundordnung: die Rangordnung

Das verlangt, dass jeder in seiner Familie den ihm bestimmten Platz einnimmt.

Der Platz ist ausschließlich nur für diesem Angehörigen bestimmt. Die Rangordnung ist hierbei festgelegt. Die Großeltern kommen hierarchisch vor den Eltern.

Die Eltern stehen in der Rangordnung über den Kindern. Der Erstgeborene kommt daher vor dem Zweitgeborenen. Die Rangordnung wird also durch die Zeit festgelegt, in dem die Mitglieder der Familie zugehörig sind. 
Bei Systemen innerhalb der Familie gibt es ebenfalls eine Rangordnung, hier ist die zeitliche Zuordnung jedoch umgekehrt: Das neue System (z.B. die Gegenwartsfamilie) hat Vorrang vor dem alten System (der Herkunftsfamilie).

Was sind die Folgen, wenn die Rangordnung verletzt wird?
Die Rangordnung wird in der Gesellschaft oft verletzt.

Sie wird oft rücksichtslos übergangen mit Berufung auf die persönliche Freiheit und das Recht auf freie Entfaltung.


Ein Beispiel: 
Der jüngere Bruder stellt sich über seinen älteren Bruder und beansprucht dessen Rechte. Die Mutter ist labil, krank, hat physische oder psychische Probleme.

Die „erwachsene“ Tochter übernimmt die Verantwortung für die Mutter.

Die Mutter wird „zum Kind“ und die Tochter „zur Mutter“.


Die Folgen der Rangordnungsverletzung sind verheerend. Sie sind ausschlaggebend für Erfolg und Misserfolg und oft über Leben und Tod.

Die Natürlichkeit dieser Rangordnung wird hier verdeutlicht.

Niemand kann ohne schlimme Folgen für sich und andere gegen diese natürliche Rangordnung verstoßen. 

Grundordnung: Der Ausgleich
Das Prinzip des Ausgleichs von Geben und Nehmen wird uns durch unser Gewissen vorgegeben. Es dient dem Austausch von Beziehungen. Sobald wir von jemandem etwas bekommen, fühlen wir uns verpflichtet, dieser Person etwas Gleichwertiges zurückzugeben. Das heißt: Wir fühlen uns bei ihm so lange in Schuld, bis wir ihm etwas Entsprechendes zurückgegeben haben. Das Gewissen lässt uns so lange keine Ruhe, bis wir den Ausgleich hergestellt haben. Danach fühlen wir uns wieder frei.

Die Forderung nach dem Ausgleich von Geben und nehmen gilt nicht in der Eltern-Kind-Beziehung. Wer kann seinen Eltern etwas Gleichwertiges zurückgeben? 

Der Grundstein: Die Mutter
Nach unserer Geburt ist das nächste entscheidende Ereignis die Bewegung zur Mutter. Durch Ihre Brust werden wir genährt. Mit ihrer Milch nehmen wir das Leben auf – außerhalb von ihr. Sie ist die Quelle unseres Lebens mit allem, was von ihr zu uns fließt. Dieses nehmen ist aktiv. Wir müssen rufen, damit sie kommt.

Wir müssen uns freuen, über das was sie uns schenkt. Durch sie werden wir reich.
Dies zeigt sich später im Leben: Wie jemand zu seiner Mutter steht, so steht er zu seinem Leben und zu seinem Beruf. In dem Maße, in dem er sein Leben und sein Beruf ablehnt, soweit lehnt er auch seine Mutter ab. Wie jemand sich über seine Mutter freut, so freut er sich am Leben und an seiner Arbeit. So wie seine Mutter ihm gibt

und ihn mit Liebe beschenkt, so schenkt ihm sein Leben und seine Arbeit

in gleichem Maße Erfolg.

Was sind die Folgen einer unausgeglichenen, problematischen

Mutter-Kind-Beziehung?


Eine unterbrochene Hinbewegung zur Mutter hat weitreichende Folgen für das spätere Leben, die Beziehungen und den Erfolg. 
Die Mutter-Kind-Beziehung kann auch durch ein „Erbe“ der weiblichen Ahnenreihe belastet werden. Hierbei hat die Mutter ein systemisches Ungleichgewicht von ihrer Mutter übernommen. Problematiken verschiedenster Art können tatsächlich über viele Jahrhunderte an nachfolgende Generationen weitervererbt werden und die gegenwärtige Generation negativ beeinflussen.

 
 
 

Familienaufstellung: wichtige Fragen

Was bringt eine Familienaufstellung?
Eine Aufstellung wirkt im Unterbewusstsein. Neben der Thematik spielt auch die persönliche Einstellung der betroffenen Person (z.B. Bereitschaft und Wille zur Veränderung, Bereitschaft die Wahrheit zu sehen) eine entscheidende Rolle. 
Abhängig von der aufgestellten Thematik können sich Lösungsstrategien innerhalb wenigen Tagen abzeichnen, manche Entwicklungen zeigen sich erst nach mehreren Wochen oder Monaten. 
Zudem können sich auch Bereiche im Leben verändern, die gar nicht so stark im Fokus waren und zunächst nicht mit der Aufstellung in Verbindung gebracht werden. 
Nach all den Aufstellungen, die ich erleben durfte, habe ich tiefen Respekt und Ehrfurcht vor der Wahrhaftigkeit dieser Arbeit.

Wann ist eine Familienaufstellung sinnvoll?
Eine Familienaufstellung ist kein Allheilmittel. Zudem kann eine Aufstellung nicht mit einer Therapie gleichgesetzt werden. Wer mit dieser Methode arbeiten möchte, sollte auch immer ein klares Anliegen haben. Gründe sind beispielsweise: 
- Unerklärliche, immer wiederkehrende Belastungen, Krisen, Trennungen oder Scheitern von Lebensplänen
- Starke Schuldgefühle, Verpflichtungen oder Gewissensbisse, die nicht erklärbar sind
- Vermutetes, oder tatsächlich erlebtes Trauma innerhalb der Familie
- Zerwürfnisse, Konflikte, Vermeidung von Kontakt mit Familienangehörigen 
- Die Vermutung, bestimmte Krankheiten können mit der Familie zu tun haben
- Unerfüllter Kinderwunsch, oder unerfüllte Partnerschaft
- Vorbereitung und Umsetzung der beruflichen Veränderung 
- On-Off-Beziehung
- Trauerprozess
- Krankheitssymptome, ergänzend zur Schulmedizin
- Ängste, Panik
- Sucht

 

Welche Form der Aufstellung benutze ich?
Es gibt verschiedene Aufstellungsformen. Ich habe die Aufstellung mit allen Formen gelernt und bin mit allen vertraut (Strukturaufstellung, Themenaufstellung, Familienaufstellung, Businessaufstellung und spirituelle Aufstellungen).

Aufgrund meiner persönlichen Entwicklung und Arbeit mit der geistigen Ebene und Erzengel Michael hat sich bei mir im Laufe der Jahre die energetische Familienaufstellung durchgesetzt.

Kann ich eine Familienaufstellung selbst machen?
Davon rate ich ab. Diese Arbeit kann tiefgreifende Prozesse auslösen. Hierbei kann es zu Erlebnissen oder Erkenntnissen kommen, die in Eigenregie nicht aufgefangen werden können und daher sinnvollerweise durch einen erfahrenen Leiter begleitet werden.

Wer darf eine Aufstellung durchführen?
Das Verfahren ist nicht geschützt. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Ausbildungsgänge zum Familien- und Systemcoach. Manche haben einen mehrtägigen Kurs besucht und haben sonst keine Vorkenntnisse in Psychologie, Coaching und Therapie. Andere haben eine mehrmonatige berufsbegleitende Ausbildung und sind zudem Therapeut oder Psychologe.

Es gibt keinen vergleichbaren therapeutischen Bereich, in dem die praktische Arbeit mit dem Klienten so eng mit der persönlichen Erfahrung des Tätigkeitsfelds verbunden ist, wie bei der Familienaufstellung.

Mit anderen Worten: Es kommt nicht nur auf das theoretische Wissen an.

Die praktische Erfahrung spielt für den Familien- und Systemcoach eine mindestens genau so große Rolle. Der Familien- und Systemcoach kann nur in dem Umfang begleiten und unterstützen, wie er bei „sich selbst aufgeräumt hat“.

Das gilt für alle Begleiter auf für Therapeuten und Psychologen. 

Ich habe eine 3-jährige berufsbegleitende Ausbildung mit regelmäßiger Supervision als Familien- und Systemcoach. Seit 1998 habe ich praktische Erfahrung durch zahlreiche Familienaufstellungen. Während diesem Zeitraum habe ich regelmäßig persönliche Anliegen in Begleitung aufgestellt. Zudem habe ich Aufstellungen von anderen Personen begleitet. Während dessen habe ich sehr viel Systemdynamiken und Entwicklungsprozesse erlebt und begleitet. 

Beispiele aus meiner Praxis
- Bei Schülern mit diagnostizierter LRS haben sich die Symptome komplett aufgelöst und die Schüler stabilisierten sich in Deutsch und Englisch im Bereich gut bis befriedigend.
- Eine Frau mit schwerer Depression war aufgrund der diagnostizierten Krankheit arbeitsunfähig. Mit jeder Aufstellung verbesserten sich die Symptome der Depression, bis sie sich komplett auflösten. Sie war die ganze Zeit in ärztlicher Behandlung, konnte aber aufgrund der systemischen Arbeit die Ergebnisse erzielen.
- Ein Mann machte eine Aufstellung wegen seiner Eheprobleme. In der folgenden Woche rief ihn sein Vater an. Die beiden hatten über 20 Jahre keinen Kontakt. 
- Der jahrelange Kinderwunsch eines Ehepaares blieb trotz medizinischer Behandlung unerfüllt. Die beiden machten mit diesem Anliegen eine Aufstellung: 
Zwei Monate nach der Aufstellung wurde sie schwanger.
- Fußballweltmeisterschaft 2014 in Argentinien, am Finaltag:
In einem „Spontan-Experiment“ haben wir eine Aufstellung gemacht und wollten herausfinden, ob Deutschland oder Argentinien Weltmeister wird. 
In der Aufstellung zeigte sich deutlich: Deutschland wird Weltmeister!
Zwei Stunden bevor das Endspiel begann, wurde diese Aufstellung gemacht.
- Ein Mann in angesehener Position beklagte eine starke innere Leere, sowie seine Vaterproblematik und stellte dieses Anliegen auf. In seiner Beschreibung hatte er noch nie eine wirkliche Beziehung zu seinem Vater und litt darunter. Es stellte sich heraus, dass sein leiblicher Vater ein ganz anderer Mann war und nicht der Mann, den er all die Jahre für seinen Vater gehalten hat. Nach der Aufstellung sagte er, dass er schon immer „das Gefühl“ hatte, dass sein Vater nicht sein richtiger Vater ist.

In einem späteren Gespräch bestätigte seine Mutter, dass sein leiblicher Vater ein anderer Mann ist. Sie wusste all die Jahre nicht, wie sie es ihm sagen sollte.
- Eine junge Frau war sehr verzweifelt. Ihr ganzes Leben war ein Chaos, das sie trotz größter Mühen nicht in den Griff bekam. Mit diesem Anliegen machte sie eine Aufstellung. Während der Aufstellung stellte sich heraus, dass ihre Schwester auch ihre Mutter ist. Die Schwester hatte Sex mit dem Vater, wurde schwanger.

Sie war anwesend und bestätigte ihre Mutterschaft.

Kritik an Familienaufstellung
Oft genannt wird eine unbekannte Gefahr, die mit dieser Methode verbunden ist. Zudem wird die gesamte Wirksamkeit dieser Methode komplett in Frage gestellt. Einige Menschen können sich die Wirkung der Familienaufstellung nicht vorstellen und haben sie daher nie selbst erlebt – kritisieren und verurteilen jedoch die Familienaufstellung. 

Familienaufstellung: Kraft der Ahnen

In alten Kulturen, im Schamanismus und der Familienaufstellung spielen Ahnen eine große Rolle. Die Kraft der Ahnen ist die Lebensenergie, die Schöpferkraft, die männliche und weibliche Energie, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Über den Tod hinaus sind wir mit den vielen, vielen Generationen verbunden und geprägt durch das Erbe unserer Familie.

 

Du, ich, die heutige Generation der Familie: Wir sind die beste Version unserer Vorfahren, die sie hervorbringen konnte. Systemverletzungen unserer Ahnen werden von Generation zu Generation weitervererbt und beeinträchtigen die nachfolgenden Generationen sogar über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg – bis in die Gegenwart. Diese vererbten Systemverletzungen machen sich bemerkbar durch eingefrorene Gefühle, Angst, Wut und Trauer. 

Hierfür ein Beispiel: Mich quälten starke Existenzängste, die ich mit meinem Leben nicht in Verbindung bringen konnte. In der systemischen Ahnenarbeit wurde diese Angst zurückgeführt auf eine Systemverletzung in meiner mütterlichen Ahnenreihe, die 2500 Jahre zurück reichte. Nach der Heilung dieser Systemverletzung löste sich die Angst komplett auf und übrig blieb nur Lebensfreude. In den folgenden Wochen saß ich singend und tanzend am Schreibtisch.  

 

Die Ahnen wollen uns helfen. Sie wollen uns bei der systemischen Klärung unterstützen. Je mehr wir uns der Heilung des Familiensystems widmen, desto kraftvoller und freier fließt die Schöpferkraft und die Lebensenergie der Ahnen. Unsere Vorfahren unterstützen uns bei diesem Prozess, wir müssen sie nur darum bitten. Sie unterstützen uns bei Herausforderungen, neuen Projekten, im Alltag und Problemen. 

Im Rahmen meiner Arbeit können systemische Verletzungen in den Ahnenreihen aufgespürt und geheilt werden.